Die andere Seite des Raketenabwehrsystems

JERUSALEM (inn) – Sie wollen anständige Unterkünfte, regelmäßige Duschmöglichkeiten und eine Kantine. Die am mobilen Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ eingesetzten Soldaten haben es offenbar nicht leicht. „Es gibt keinen Grund, warum fest stationierte Soldaten unter besseren Bedingungen leben sollten als wir“, sagte einer von ihnen gegenüber der israelischen Tageszeitung „Yediot Aharonot“.
Am "Iron Dome" herrscht schlechte Laune – im Bild das Kontrollzentrum.

Es gebe große Lücken in der Infrastruktur, sodass die Armeeangehörigen nicht mit mobilen Wohneinheiten versorgt werden könnten. „In den kalten Winternächten füllen sich unsere Zelte mit Matsch und im Sommer leiden wir ohne Klimaanlage unter der Hitze.“ Hinzu kommt, dass die Soldaten, im Gegensatz zu ihren Kameraden an anderen Orten, niemals wissen können, wie lange sie an dem Ort stationiert sein werden. „Wir müssen portable Toiletten benutzen und Marschverpflegung essen, bis abgepackte Nahrung kommt“, berichtet der Soldat. Vertrauensmann General Jitzhak Brick hat sich die Lage vor Ort angesehen und die Behörden zu sofortigen Maßnahmen aufgefordert.
Unterdessen ließ ein Sprecher der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte verlauten, die Infrastruktur am „Iron Dome“ (Eisenkuppel) entspreche den Operationsaktivitäten der Armee. Die Beschwerden der Soldaten würden aber untersucht und an die zuständigen Organe weitergeleitet.
Das Raketenabwehrsystem hat sich schon mehrfach bewährt und seit seinem ersten Einsatz im April 2011 dutzende Raketen aus dem Gazastreifen abgefangen. Die Trefferquote liegt nach Angaben des Militärs bei nahezu hundert Prozent. Dabei feuert es nur dann, wenn die feindlichen Raketen eine direkte Gefahr für bewohnte Gebiete darstellen.

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