Sinai: Militanter Beduine durch Explosion getötet

KAIRO (inn) – Bei einer Explosion auf der Sinai-Halbinsel ist am Sonntag ein Terrorist ums Leben gekommen. Er war zuvor bei einer Kampagne nach dem Überfall auf einen ägyptischen Grenzposten festgenommen und wieder freigelassen worden. Über die Ursache der Detonation gibt es widersprüchliche Angaben.
Auf der Sinai-Halbinsel ist ein Mitglied einer dschihadistischen Gruppe durch eine Explosion getötet worden.

Einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“ zufolge handelt es sich bei dem Getöteten um Ibrahim Owida Nasser Madan. Er sei Mitglied einer dschihadistischen Gruppe gewesen. Der Vorfall ereignete sich südlich der Ortschaft Al-Kasija, 15 Kilometer von der ägyptisch-israelischen Grenze entfernt. Zu diesem Zeitpunkt war der Beduine aus einem Stamm vom nördlichen Sinai mit einem Motorrad unterwegs.
Ein ägyptischer Sicherheitsvertreter sagte gegenüber „Ma‘an“, wahrscheinlich sei der Getötete an einem Angriff an der israelischen Grenze sowie an einem Attentat auf einen israelischen Touristenbus beteiligt gewesen. Dies könnte sich auf eine Anschlagsserie in Südisrael mit acht Todesopfern beziehen, die sich im August 2011 ereignete. Israel habe vielleicht eine Tötungskampagne gegen bewaffnete Salafisten begonnen.
Aus dem ägyptischen Geheimdienst hieß es, Madan sei durch eine Rakete getroffen worden, die eine israelische Drohne abgefeuert habe. Dies wurde aber später widerlegt, schreibt die ägyptische Tageszeitung „Al-Masri al-Jum“. Eine weitere Version lautete, er habe eine Rakete auf Israel abfeuern wollen und sei durch ein kleines Flugzeug angegriffen worden. Dies wurde von Sicherheitskräften im Nordsinai verneint. Israel teilte gegenüber den Behörden in Ägypten mit, es habe nichts mit der Explosion zu tun.
Ferner wird vermutet, dass Madan einen Sprengsatz bei sich trug, der vorzeitig explodierte. Er könne auch gegen eine Landmine gefahren sein, die aus einem früheren israelisch-ägyptischen Krieg stamme, hieß es laut der israelischen Zeitung „Yediot Aharonot“. Die ägyptischen Sicherheitskräfte untersuchen den Vorfall.
Anfang August hatten Terroristen einen Grenzposten überfallen und 16 ägyptische Soldaten getötet. Die Angreifer planten offenbar Anschläge in Israel, wurden aber durch das israelische Militär abgewehrt.

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