Pascal Avrahami war zuletzt Scharfschütze in einer Sondereinheit der Polizei. Nachdem Terroristen im August nahe Eilat das Feuer auf israelische Fahrzeuge eröffnet hatten, beteiligte er sich an der Verfolgung der Täter. Der 49-Jährige wurde von einem Schützen erschossen, der sich an einem ägyptischen Stützpunkt an der Grenze verschanzt hatte. Acht Menschen fielen der Terrorserie zum Opfer. Avrahami hinterließ drei Kinder.
Der Polizist hatte seinen Dienst ursprünglich vor den Attentaten beenden sollen. Doch auf Druck seiner Kommandeure verlängerte er ihn um ein Jahr. Sima Avrahami will nun den Weg ihres Mannes fortführen. Am Dienstag ließ sie sich bei der Polizei rekrutieren. In einer Zeremonie für Polizisten, die sich besonders ausgezeichnet haben, erhielt die Familie Avrahami eine Urkunde für das Lebenswerk des Verstorbenen. Dies berichtet das Internetportal "Walla".
Der Gedenktag für die Gefallenen hat am Dienstagabend begonnen. Bei einer offiziellen Gedenkfeier für Polizisten, die im Dienst für Israel ums Leben kamen, legt Sima Avraham am heutigen Mittwoch einen Kranz nieder.
Seit dem Jom HaSikaron im Jahr 2011 sind 22 israelische Polizisten gefallen. Insgesamt waren es seit Beginn der Zählung 1.291. Von ihnen waren 1.265 hauptberuflich im Polizeidienst und 26 arbeiteten als Freiwillige bei der Polizei. Unter den Polizisten, derer in diesem Jahr gedacht wird, sind 1.092 Juden, 107 Drusen, 48 Muslime, 31 Christen, sieben Tscherkessen und sechs Beduinen.