Aprilscherz: Soldaten haben nichts zu lachen

HAIFA (inn) - Als wenig scherzhaft haben Soldaten einen Streich in der Marine empfunden: Der Befehlshaber hatte sie kurzfristig angewiesen, sich für den Sonntag auf ein Manöver vor der italienischen Küste vorzubereiten. Doch dann erfuhren sie, dass es sich um einen Aprilscherz handelte.

Manche Soldaten hatten ihren Familien mitgeteilt, dass sie mehrere Wochen nicht nach Hause kommen würden. Jemand von den betroffenen Eltern sagte der Tageszeitung "Yediot Aharonot": "Einige der Eltern waren bereits unterwegs, um zusätzliche Ausrüstung und Lebensmittel für die Soldaten zu bringen. Andere hatten Bargeld auf ihre Konten eingezahlt, falls sie in Italien Geld brauchen würden. Hat der Befehlshaber der Marine nichts Besseres zu tun, als Scherze auszuführen?"

Am Samstag hatte der Befehlshaber der Marine, Vizeadmiral Ram Rotberg, mehrere ranghohe Offiziere einberufen. Sie erhielten die überraschende Order, sich für eine Übung vor Neapel vorbereiten. Daran sollten auch italienische und amerikanische Marinevertreter teilnehmen. Die Reise werden zehn Tage dauern. Die Offiziere wurden angehalten, die Information nicht an die Truppen weiterzugeben. Doch nicht alle leisteten dem Folge.

In der Nacht bereiteten sich die Truppen von drei Raketenschiffen am Marinestützpunkt Haifa auf das angebliche Manöver vor. Am frühen Sonntagmorgen mussten die ranghohen Offiziere dann ihren Truppen kundtun, dass alles ein Aprilscherz sei.

Das Militär befasst sich nun auf offizieller Ebene mit der Angelegenheit: "Der Vorfall wird innerhalb der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte untersucht und ihm wird nachgegangen. Schlussfolgerungen werden entsprechend gezogen werden", teilte ein Armeesprecher mit.

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