Fatah nominiert Abbas als Präsidentschaftskandidaten

RAMALLAH (inn) - Der Fatah-Revolutionsrat hat den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas als Kandidaten für die nächsten Präsidentschaftswahlen nominiert. Abbas hat bisher noch nicht auf die Entscheidung reagiert. Im Jahr 2009 hatte Abbas sowohl dem Rat als auch dem Exekutivkomitee der "Palästinensischen Befreiungsorganisation" PLO mitgeteilt, er wolle sich nicht wieder zu Wahl stellen.

Die Nominierung sei anonym auf einer dreitägigen Konferenz des Rates in Ramallah erfolgt, berichtet die Tageszeitung "Jerusalem Post". Abbas selbst sei nicht anwesend gewesen. Weiter heißt es, der Präsident sei in den vergangenen Monaten von Seiten der Fatah sowie von arabischen Regierungen unter Druck gesetzt worden, bei Wahlen erneut zu kandidieren.

Abbas: "Übergangsregierung wird Abkommen mit Israel halten"

Abbas war zuletzt im Rahmen eines Versöhnungsabkommens zwischen Hamas und Fatah zum Premierminister einer Übergangsregierung bestimmt worden. Bei einem Treffen mit dem italienischen Generalkonsul in Jerusalem, Giampaolo Cantini, teilte er am Samstag in Ramallah mit, die zu bildende Übergangsregierung würde sich an das politische Programm der PLO und auch an alle mit Israel getroffenen Abkommen halten. Er kündigte an, Vertreter der Palästinensergruppen Hamas und Fatah würden sich in der kommenden Woche in Kairo treffen, um Mitglieder der Übergangsregierung zu bestimmen.

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