Holskon wurde 1915 in einem jüdischen Dorf nahe der Stadt Carlos Casares in der Provinz Buenos Aires geboren. In ihren Teenager-Jahren war sie regionale Schönheitskönigin. Später zog sie nach Buenos Aires, wo sie bis zu ihrer Auswanderung blieb.
Lebensgeheimnis: "Die Menschen lieben"
Die jüngste Tochter Dalia beeinflusste ihre Mutter in der Entscheidung nach Israel zu gehen. Dalia war bereits nach Israel eingewandert und lebte in Kfar Saba, nordöstlich von Tel Aviv. Dort wohnt die 97-Jährige jetzt auch. Maria Bertha hat zwei Töchter, sieben Enkel und fünf Urenkel – drei weitere sollen bald geboren werden.
Der israelischen Tageszeitung "Yediot Aharonot" verriet sie das Geheimnis ihres langen Lebens: "Die Menschen lieben und sie dazu bringen, dass sie dich lieben. Bedingungslos geben ohne etwas im Austausch dafür zu bekommen, niemals aufhören zu trainieren, viel lächeln und jedem Hilfe anbieten, der Hilfe braucht."
Hintergrund Alija
Alija bedeutet wörtlich aus dem Hebräischen übersetzt "Aufstieg". Gemeint ist damit die Einwanderung und Rückkehr der in der Welt zerstreut lebenden Juden nach Israel. Die Einwanderer selbst werden als Oleh (Plural Olim) bezeichnet. Man spricht von fünf großen Einwanderungswellen (Alijot): 1882 erste Alija von etwa 30.000 russischen Juden, 1905 bis 1914 zweite Alija von etwa 40.000 Juden, vorwiegend aus Osteuropa, 1919 bis 1923 dritte Alija von etwa 35.000 Juden, 1924 bis 1931 vierte Alija von über 80.000 Juden. Sie kamen vor allem aus Polen, wo sich in der Zwischenkriegszeit ein starker Antisemitismus ausgebreitet hatte. 1932 bis 1938 fünfte Alija von fast 200.000 Juden. Die meisten von ihnen stammten aus Polen und aus Deutschland, wo sie vor dem nationalsozialistischen Regime flohen. Als am 14. Mai 1948 der Staat Israel gegründet wurde, lebten ungefähr 600.000 bis 650.000 Juden im Lande Israel.