Palästinenser von Soldaten erschossen

GAZA (inn) - Ein Palästinenser ist am Samstag im Gazastreifen durch israelische Schüsse getötet worden. Armeeangaben zufolge hatten Soldaten auf eine verdächtige Explosion reagiert.

Wie die palästinensische Nachrichtenagentur "Ma´an" meldet, handelt es sich bei dem Toten um den 35 Jahre alten Madschid Nabahin. Er sei im "Al-Aksa-Märtyrer-Krankenhaus" in Dir el-Balah seinen Verletzungen erlegen. Anwohner sagten, der Mann habe vor seinem Haus gestanden, als israelische Truppen das Feuer mit schweren Maschinengewehren eröffneten. Auch mehrere Artilleriegranaten seien in der Gegend gelandet.

Eine israelische Militärsprecherin teilte mit, Truppen hätten eine laute Explosion gehört, als sie auf der israelischen Seite des Grenzzaunes patrouillierten. Sie hätten als Reaktion auf Punkte geschossen, wo möglicherweise Terroristen operierten. Mehrere Stunden vor dem Zwischenfall hatten Palästinenser vom Gazastreifen aus eine Mörsergranate auf Israel gefeuert. Dabei kam jedoch niemand zu Schaden.

Nach palästinensischen Angaben wurde zudem ein 45-jähriger Fischer an den Beinen verwundet, als Marineschiffe das Feuer auf sein Boot eröffneten. Eine Militärsprecherin sagte, das Fischerboot "wich von der ausgewiesenen Fischereizone ab und die Marine forderte es zum Anhalten auf, aber als es nicht reagierte, gaben sie Warnschüsse auf den Bootsmotor ab".

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