Israel büßt drei Plätze auf Gleichstellungs-Index ein

GENF (inn) - Israel rangiert auf Platz 55 des "Global Gender Gap Report 2011". Diese Studie stellt die Rate der Geschlechter-Gleichstellung von 135 Ländern dar. Damit liegt Israel hinter Staaten wie der Mongolei, Kirgisien und Namibia.

Mit der diesjährigen Platzierung rutscht Israel in der Liste um drei Plätze nach unten, im Vergleich zum vergangenen Jahr.

"Es ist toll, Frauen wie Dorit Beinisch, Zippi Livni, Galia Maor oder Ada Jonat zu haben, aber man muss die Statistik untersuchen, um die schmerzhafte Wahrheit zu sehen", sagt Schlomit Janisky-Ravid, Leiterin des "Women At Work"-Projekts des "Ono Academic College" bei Tel Aviv.

Zahlen des Zentralen Statistikamtes von 2007 zeigen, dass beispielsweise ein männlicher Angestellter ein durchschnittliches Monatseinkommen von 9.300 Schekel (1.850 Euro) hat und hingegen eine Frau nur 6.000 Schekel (1.200 Euro) verdient. Somit erhalten Männer fast 60 Prozent mehr Lohn als Frauen.

Frauen stellen in Israel fast die Hälfte der zivilen Arbeitskräfte dar, schreibt die israelische Tageszeitung "Ha´aretz". Das seien doppelt so viele Arbeiterinnen wie in den frühen Jahren des jüdischen Staates.

Die Liste wird durch das Weltwirtschaftsforum erstellt. Auf Platz eins befindet sich Island, gefolgt von Norwegen, Finnland und Schweden. Deutschland rangiert auf Platz elf. Den letzten Platz belegt der Jemen. Die Platzierungen ergeben sich aufgrund des Vergleichs von wirtschaftlichen, politischen, bildungs- und gesundheitsrelevanten Indikatoren.

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