Er hoffe, dass bald ein gemeinsames Komitee gegründet werden könne, das von den jeweiligen Außenministern geführt werde, sagte Chavez laut der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an". Dieses soll für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Landwirtschaft und den Handel zwischen Venezuela und den Autonomiegebieten verantwortlich sein.
Chavez wiederholte seine Unterstützung für einen Palästinenserstaat. Weiter sagte er, die Palästinenser "mussten 63 Jahre anhaltende Übergriffe, Invasionen, Bombardierungen, Aggressionen und UN-Resolutionen gegen sie durchstehen." Er forderte die Bevölkerung von Venezuela dazu auf, "die Sache des palästinensischen Volkes zu unterstützen". Chavez kündigte zudem an, sein Land werde den Bau einer Augenklinik in Ramallah finanzieren.
Keine Unterstützung aus Kolumbien
Vor seinem Besuch in Venezuela hatte sich der palästinensische Präsident Abbas in Kolumbien aufgehalten. Dort warb er um Unterstützung für den Antrag auf UN-Vollmitgliedschaft der Palästinenser. Allerdings hatte er keinen Erfolg. Die Regierung in Bogotá gehört zu den wenigen in Südamerika, die einen palästinensischen Staat nicht anerkannt haben.
Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hatte bei dem Treffen mit Abbas betont: "Wir wollen, dass ein palästinensischer Staat existiert." Dies könne jedoch nur durch Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern geschehen, denn das sei der einzige Weg, um Frieden zu erreichen. Kolumbien ist Mitglied des UN-Sicherheitsrates, der in den kommenden Wochen über den UN-Antrag abstimmen soll.
Am kommenden Freitag will sich Abbas mit Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy in Paris treffen, um über den UN-Antrag zu sprechen.