Über den Vorfall war eine Nachrichtensperre verhängt worden, meldet die Tageszeitung "Ha´aretz". Laut dem Bericht war damals ein israelischer Bus der Gesellschaft Egged mit Steinen beworfen worden, nicht weit von dem Zuhause des Jungen entfernt. Mehrere Fensterscheiben gingen durch den Beschuss zu Bruch, ein Passagier musste aufgrund eines Schocks behandelt werden.
Die Polizei nahm wenig später den damals 13-Jährigen in seinem Zuhause fest. Bei der Befragung beteuerte der Junge, er habe sich zwar in der Gegend aufgehalten, aber keine Steine geworfen. Der Polizei wurde in dem anschließenden Verfahren gegen das Kind vorgeworfen, sie habe versucht, von dem Palästinenser ein Geständnis zu erzwingen. Die Richterin, Avital Molad, stellte mehrere Ungereimtheiten fest. Unter anderem sei dem Jungen ein Übersetzer mit mangelnden Fähigkeiten zur Verfügung gestellt worden. Dieser habe das Kind nicht ausreichend über seine Rechte aufgeklärt und ihm mit Gefängnis und Schlägen gedroht, falls es nicht spreche.
Die Staatsanwaltschaft kündigte an, sie werde das Urteil prüfen, um Schlüsse aus den Anmerkungen des Gerichts zum Verhör des Verdächtigen zu ziehen.