Abbas wirbt um Unterstützung für UN-Antrag

STRASSBURG (inn) - Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas ist am Dienstag zu einer einwöchigen Reise nach Europa und Lateinamerika aufgebrochen. Ziel der Tour ist es, Unterstützung für den palästinensischen Antrag auf Vollmitgliedschaft bei den Vereinten Nationen zu gewinnen.

Erste Station ist der Europa-Rat in Straßburg. Weitere Ziele sind die Dominikanische Republik, El Salvador und Kolumbien. Im Gegensatz zu den meisten süd- und mittelamerikanischen Ländern hat Kolumbien einen palästinensischen Staat noch nicht anerkannt. Die Regierung in Bogotá ist außerdem gegen den UN-Antrag, da sie eine Lösung durch Verhandlungen zwischen Palästinensern und Israel befürwortet.

Kolumbien ist Mitglied des UN-Sicherheitsrates, der in den kommenden Wochen über den Antrag abstimmen soll. Bislang haben die Rats-Mitglieder Brasilien, China, Indien, Libanon, Russland und Südafrika ihre Zustimmung geäußert. Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Bosnien-Herzegowina, Gabun, Nigeria und Portugal halten sich noch bedeckt. Den Ratsvorsitz hat im Oktober Nigeria inne.
 

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