Häftlinge in vier israelischen Gefängnissen sandten am Dienstag zwei Mahlzeiten zurück, wie die Zeitung "Jediot Aharonot" meldet. Die Gefängnisleitung nennt die Resonanz der Gefangenen auf den Streikaufruf aber "dürftig", nur 85 wollen das Essen verweigern.
Der palästinensische Minister für Häftlingsangelegenheiten, Issa Karaka, sagte, dass die Insassen mittwochs, donnerstags und samstags die Nahrung verweigern wollen. Außerdem wollten sie die Gefängnisregeln missachten, falls die Verwaltung nicht auf ihre Forderungen eingeht. Die Streikenden wollen dann nicht zur Zählung antreten und sich weigern, die Gefängnisuniform zu tragen.
Momentan behandelt die Gefängnisleitung den Streik noch nicht als Hungerstreik. Sie greift erst ein, wenn die Insassen sechs Mahlzeiten nacheinander zurücksenden. Als Maßnahme werden dann alle Lebensmittel aus den Zellen konfisziert und Luxusgegenstände wie Wasserkocher, Fernseher und Radio entfernt.