Ben-Ze´ev bezeichnete Israel in seiner
Videobotschaft als "Anker der Stabilität" in einer unruhigen Region und in einer angespannten Zeit. Auch in Tagen großer Unruhe und Bedrohungen habe es der jüdische Staat geschafft, seine demokratischen Werte aufrecht zu erhalten und seine fortschrittliche Entwicklung voranzutreiben. Die "friedlichen" Proteste in Tel Aviv seien ein Beweis, dass Israel eine "stabile und lebendige Demokratie" sei. "Wir wünschen uns, eines Tages in einem Nahen Osten zu leben, in dem Frieden, Freiheit und Demokratie herrschen. Wir wollen Frieden mit den arabischen Staaten und mit unseren palästinensischen Nachbarn. Israel akzeptiert die Zwei-Staaten-Lösung. Sie kann aber nur durch Verhandlungen erreicht werden und nicht durch einseitige Schritte. Wir möchten zu direkten Gesprächen mit den Palästinensern zurückkehren."
Der Botschafter sagte, er habe gehofft, der arabische Frühling werde zu einem "positiven Aufbruch" führen. Was nun aber an vielen Orten passiere, könne nicht als Frühling bezeichnet werden. In Bezug auf die diplomatischen Spannungen mit der Türkei und Ägypten sagte er: "Ägypten und die Türkei waren und sind wichtige Partner für uns. Wir tun alles, um unsere Beziehungen zu stabilisieren und wieder zu einer echten Partnerschaft zurückzukehren."
Peres: Kommendes Jahr entscheidende Zeit für Israel
Der israelische Präsident Schimon Peres sagte in seiner
Grußbotschaft, das kommende Jahr werde eine entscheidende Zeit "für Israel, für die ganze Region und für die Welt" sein. Die Juden müssten vereint zusammenstehen, um den Bedrohungen zu begegnen. Peres äußerte drei Hoffnungen für die Zukunft der Juden: Sicherheit und Frieden, Ehrlichkeit gegenüber den Traditionen, die auf den Zehn Geboten basieren und eine Weiterführung der unglaublichen Entwicklung von Wissenschaft und Technologie.
Netanjahu: Palästinenser müssen Israel als jüdischen Staat anerkennen
Auch Premier Netanjahu wandte sich in einer Videobotschaft "von Jerusalem, der ewigen vereinten Hauptstadt des jüdischen Volkes und des jüdischen Staates" an die Juden in aller Welt. Im Blick auf die Ereignisse in der arabischen hoffe er, dass die demokratischen Mächte gewinnen werden. Israel sei auf der Seite von Freiheit und Frieden. Für Frieden müsse Israel aber stark sein: "Menschen schließen nicht Frieden mit den Schwachen, sondern mit den Starken. Die Schwachen stoßen sie beiseite", sagte er.
Netanjahu fügte hinzu, er wolle die Welt von der Aufrichtigkeit seines Friedenswunsches überzeugen. Er habe es bei den UN versucht und seine Hand in Frieden zu den palästinensischen Führern und dem Präsidenten ausgestreckt. Noch habe dieser darauf nicht geantwortet, hoffentlich aber nächstes Jahr. "Für den Frieden müssen die Palästinenser anerkennen, dass Israel der jüdische Staat ist. Nach allem, was das Volk durch die Jahrhunderte durchmachen musste, verdient es einen Platz unter der Sonne im Land, im Staate Israel. Palästina muss endlich tun, was es seit Jahrzehnten verweigert: Den Staat Israel anerkennen."