Obama trifft Netanjahu und Abbas

NEW YORK (inn) - US-Präsident Barack Obama hat sich erneut gegen einseitige palästinensische Schritte ausgesprochen. Frieden könne nur in Verhandlungen erreicht werden, sagte er am Mittwoch zum Auftakt eines Gespräches mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in New York.

"Einseitige Erklärungen in den Vereinten Nationen werden weder Eigenstaatlichkeit noch Selbstbestimmung für die Palästinenser bringen", wurde Obama vom Amt des israelischen Regierungschefs zitiert. Israelis und Palästinenser müssten sich dafür zusammensetzen und die sehr schwierigen Themen durcharbeiten, welche die Parteien seit Jahrzehnten voneinander trennten. Israels Sicherheit stehe dabei an vorderster Stelle. Zuvor hatte er sich bereits in seiner Ansprache vor der UN-Vollversammlung ähnlich geäußert.

Netanjahu dankte dem US-Präsidenten für die Unterstützung. Er fügte an: "Wir beide sind uns einig, dass Palästinenser und Israelis sich gemeinsam hinsetzen und ein Abkommen über gegenseitige Anerkennung und Sicherheit aushandeln sollten. Ich denke, das ist der einzige Weg, um einen stabilen und dauerhaften Frieden zu erreichen." Weiter sagte der israelische Premier: "Ich denke, die Palästinenser wollen einen Staat in der internationalen Gemeinschaft erlangen, aber sie sind noch nicht bereit, Israel im Gegenzug Frieden zu geben."

Obama kam auch mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas zusammen, der am Freitag vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen die UN-Mitgliedschaft beantragen will. Ursprünglich hatte sich Abbas erst danach mit dem US-Präsidenten treffen wollen. Doch die USA beharrten auf dem früheren Termin, berichtet die Tageszeitung "Jediot Aharonot".

Auch US-Außenministerin Hillary Clinton sprach separat mit Netanjahu und mit Abbas. Dabei  versuchte sie, die beiden Politiker zu einem Kompromiss zu bewegen.

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