Schalits Vater bei Demonstration für soziale Gerechtigkeit

TEL AVIV (inn) - Erneut haben Samstagnacht Zehntausende Demonstranten in israelischen Städten gegen die hohen Lebenshaltungskosten protestiert. An der Kundgebung in Tel Aviv nahm auch Noam Schalit teil - dessen Sohn Gilad befindet sich seit fünf Jahren in palästinensischer Geiselhaft und wurde am Sonntag 25 Jahre alt.

"Soziale Gerechtigkeit heißt auch, zu den Werten zurückzukehren, nach denen eine Generation von Kämpfern erzogen wurde: Lasst keinen Soldaten zurück", sagte der Vater Noam Schalit bei der Demonstration in der Mittelmeermetropole.

In der Hauptstadt Jerusalem marschierten 2.000 Israelis zur Residenz von Premierminister Benjamin Netanjahu. Ihr Motto lautete: "Protest schafft Wirklichkeit, wir bauen eine gerechte Gesellschaft." In
Rischon LeZion gingen rund 4.500 Menschen auf die Straße, berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz".

Die Proteste haben Mitte Juli begonnen. Demonstranten errichteten Zelte in Tel Aviv als Protest gegen hohe Wohnungspreise, weitere Zeltstädte folgten. Die bislang größte Kundgebung mit 350.000 Teilnehmern fand am 6. August statt. Vor einer Woche gab es wegen der Anschlagsserie mit acht Todesopfern und der zahlreichen palästinensischen Raketenangriffe nur eine stille Demonstration in Tel Aviv.

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