Palästinenser planen „massive Kampagne“ für „Palästina“

RAMALLAH (inn) - Die Palästinenserführung im Westjordanland plant eine "massive diplomatische Kampagne" für die Anerkennung eines Staates durch einzelne Länder sowie durch die Vereinten Nationen. Das gab der palästinensische Unterhändler Saeb Erekat am Wochenende bekannt.

Mit der Kampagne sollen zwei Ziele erreicht werden, sagte Erekat laut der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an". Zum Ersten die Anerkennung eines Palästinenserstaates "in den Grenzen von 1967 mit Jerusalem als Hauptstadt", zum Zweiten die Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen.

Mehrere Fatah-Abgeordnete würden sich aktiv an der Aktion beteiligen und unter anderem in Indien und Vietnam um Unterstützung werben. Ghassam al-Chatib, Sprecher der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), werde nach Australien und Neuseeland reisen, um für die palästinensische Sache zu werben. Andere Vertreter der Palästinenserführung würden zu diesem Zweck Kanada, Russland, Bosnien-Herzegowina und Portugal besuchen. Präsident Mahmud Abbas werde in Norwegen, Spanien und der Türkei für Unterstützung werben.

Erekat kritisierte zudem die Ankündigung der USA, beim UN-Sicherheitsrat ihr Veto gegen die Anerkennung eines einseitig ausgerufenen Palästinenserstaates einzulegen. Er forderte die US-Regierung auf, diese Entscheidung zu überdenken, vor allem "weil sie es nicht geschafft haben, den Friedensprozess aufrecht zu erhalten und Israel zu einem Siedlungsbaustopp zu bewegen". Die PA suche zwar keine Konfrontation mit der US-Regierung, allerdings werde sie ihre Bemühungen um eine Anerkennung "Palästinas" trotz eines möglichen US-Vetos fortsetzen.

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