Grenzsturm: Haftstrafe wegen schwerer Körperverletzung

NAZARETH (inn) - Das Magistratsgericht Nazareth hat am Donnerstag einen Teilnehmer der "Naksa"-Proteste zu acht Monaten Haft verurteilt. Der 37-jährige Bewohner der drusischen Ortschaft Madschdal Schams hatte gestanden, am 5. Juni beim syrischen Sturm auf Israels Grenze Steine auf Sicherheitskräfte geworfen zu haben.

Nasser Schaer ist der erste Israeli, der infolge des Grenzsturms am Tag der "Naksa" verurteilt wurde. Die Anklage gegen ihn lautete auf schwere Körperverletzung eines Beamten und ordnungswidriges Verhalten. Die Sicherheitskräfte hatten eine große Menge Palästinenser daran hindern wollen, von Syrien aus die Grenze nach Israel zu überqueren. Im grenznahen Madschdal Schams kam es zu Ausschreitungen. 22 Personen wurden festgenommen, gegen acht von ihnen wurde Anklage erhoben.

Bei dem Zwischenfall an der Grenze waren nach syrischen Angaben 20 Menschen ums Leben gekommen und 225 verwundet worden. Dabei wird nicht differenziert zwischen durch israelische Schüsse Getöteten und denjenigen, die durch die Explosion mehrerer Minen starben, die durch eine Brandbombe der Palästinenser ausgelöst worden war.

Am "Naksa"-Tag erinnern Araber an den Sechstagekrieg im Juni 1967.

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