Einige der Verdächtigen sind Einwohner Ost-Jerusalems und besitzen die israelische Staatsbürgerschaft. Israels Inlandsgeheimdienst Schabak verhörte mehr als 20 Palästinenser, die verdächtigt werden, der Zelle anzugehören. Einige der Männer hätten weitreichende militärische Erfahrung und hätten bereits Haftstrafen wegen terroristischer Aktivitäten in Israel abgesessen, heißt es in einem Bericht der Tageszeitung "Jerusalem Post". Dazu gehört auch Nasser Abu Hadir, ein Bewohner Ost-Jerusalems. Das hochrangige PFLP-Mitglied saß bereits mehrere Haftstrafen in israelischen Gefängnissen ab. 1981 war ein Sprengsatz in seinen Händen detoniert und hatte ihm Hände und Gesicht deformiert. Der 50-Jährige gestand während des Verhörs, dass er für die militärische Infrastruktur der Zelle verantwortlich sei und als Verbindungsmitglied zum Hauptquartier der Gruppe im Ausland fungiert habe. Unter anderem sei er im Februar dieses Jahres nach Jordanien gereist und habe Gelder für die Terroraktivitäten gesammelt. Er habe Mitglieder zudem angewiesen, Waffen und Geräuschdämpfer zu erwerben.
Ein weiteres Mitglied der Zelle ist Walid Habas, ebenfalls israelischer Staatsbürger. Er war 1998 an der Ermordung eines israelischen Soldaten beteiligt und saß ebenfalls mehrere Haftstrafen in Israel ab. Nach seiner letzten Entlassung im Jahr 2007 hatte er damit begonnen, Mitglieder für Terrorzellen der PFLP zu rekrutieren. Er gestand bei dem Verhör, unter Hadirs Kommando Waffen gekauft zu haben. Geplant sei auch gewesen, Sprengsätze herzustellen. Außerdem hätten er und Hadir die Möglichkeiten einer Reise in den Iran geprüft, um dort an einem militärischen Training teilzunehmen.
Laut dem Bericht hatte die Zelle unter anderem vor, Schussattacken auf israelische Siedlungen und Soldaten in der Nähe von Ramallah zu verüben, einen Soldaten zu entführen, auf eine Siedlung und ein Hotel habe sie zudem einen Bombenanschlag geplant. Des weiteren wollte sie einen Palästinenser ermorden, der angeblich mit Israel zusammengearbeitet haben soll. Finanziert werden sollten die Aktionen auch durch die Geiselnahme eines palästinensischen Grundstückshändlers, für dessen Freilassung ein Lösegeld verlangt werden sollte.