Während des Treffens nahm Ajalon Bezug auf die Veränderungen in der Region, die politischen Herausforderungen und die Gefahren, die im Falle der einseitigen Ausrufung eines palästinensischen Staates im September auftreten könnten. Bezüglich dieses von den Palästinensern beabsichtigten Schrittes erklärte Ajalon laut einer Mitteilung des Außenministeriums: "Ich hoffe, die vietnamesische Regierung wird die Situation sehr bewusst abwägen und den palästinensischen Schritt nicht unterstützen, sondern sich stattdessen den anderen verantwortungsvollen Staaten anschließen, die die ‚moralische Mehrheit‘ bilden." Der vietnamesische Minister brachte sein Verständnis für die israelische Position zum Ausdruck und stimmte zu, dass die bevorzugte Methode der Konfliktlösung in direkten Verhandlungen zwischen den beiden Parteien liege.
Der stellvertretende Außenminister dachte auch über Methoden zur Steigerung der bilateralen Beziehungen auf den Gebieten Handel, Kommunikation, Landwirtschaft, der staatlichen israelischen Hilfe und der Sicherheit nach. Er schlug die Einrichtung eines bilateralen Komitees vor, das die Entwicklung eines langfristigen Planes für die Kooperation zwischen den beiden Ländern zum Ziel haben sollte. Ajalon fügte hinzu: "Eine Kooperation zwischen Israel und Vietnam kann die Basis für die Zusammenarbeit mit anderen Staaten darstellen."
Die Mitglieder der vietnamesischen Delegation bekundeten ihr Interesse an einer bilateralen Zusammenarbeit und sahen hierfür vielfältige Möglichkeiten.