Staatspräsident Schimon Peres, der eng mit Israeli zusammengearbeitet hatte, sagte der Zeitung "Jediot Aharonot": "Der Tod von Chaim Israeli ist für mich ein schwerer Verlust, für den es keinen Ersatz gibt. Er war wie ein Freund und Bruder für mich. Er war in seinem Leben ein Genie, treu in allen seinen Kommandos, ein bescheidener Mann, ein besonders fähiger Mensch." Peres war von 1995 bis 1996 Verteidigungsminister.
Israeli wurde in Weißrussland geboren und war in der zionistischen Jugendbewegung aktiv. Als er ein Knabe war, wurde seine Familie in ein sibirisches Arbeitslager deportiert. Schließlich wanderte er ins Mandatsgebiet Palästina aus. Im Jubiläumsjahr 1998 erhielt er den Israelpreis für seinen besonderen Beitrag zur Gesellschaft und zum Staat. Die Preisrichter befanden damals: "Im Laufe der 50 Jahre seiner Arbeit in der Leitung des Verteidigungsministeriums befasste sich Chaim Israeli unermüdlich mit sensiblen und menschlichen Angelegenheiten." Sie würdigten seine "entschiedene Hingabe" und seine "beispiellose Demut".
Im Alter von 75 Jahren schied Israeli 2002 endgültig aus dem Ministerium aus. Peres sagte: "Chaim diente unter fast allen Verteidigungsministern von allen Parteien, alle baten um seinen Rat. Sein Beitrag zur Sicherheit des Staates Israel ist einzigartig." Von David Ben-Gurion bis Benjamin Ben-Elieser hatte der Verstorbene jeden Verteidigungsminister unterstützt.