Stellvertretende UN-Generalsekretärin besucht Peres

JERUSALEM (inn) - Israels Staatspräsident Schimon Peres hat am Sonntag die stellvertretende UN-Generalsekretärin Asha-Rose Migiro empfangen. Bei dem Treffen betonte er, dass die Schaffung eines palästinensischen Staates befürworte - aber dies müsse durch Verhandlungen geschehen.

"Die Lücken zwischen den Seiten sind nicht so groß und es besteht kein Zweifel, dass es am Ende von Verhandlungen bedeutsame Unterschiede zwischen den eröffnenden und den abschließenden Standpunkten geben wird", sagte Peres laut der Zeitung "Ha´aretz". Doch die UNO müsse sich hüten, unter Palästinensern die falsche Hoffnung zu wecken, dass eine einseitige Erklärung die Staatsgründung mit sich bringen werde.

Der Präsident warf den Vereinten Nationen vor, nicht ausreichend für Israels Sicherheitsbedürfnisse zu sorgen. Es gelinge ihnen nicht, Terror und die Einfuhr von Waffen zu verhindern. Auch gegen sinnlose Demonstrationen, die einzig eine Provokation als Ziel hätten, werde nichts unternommen.

Zudem verteidigte Peres die israelische Seeblockade des Gazastreifens. Gemäß internationalem Recht dürfe ein Staat die Einreise von Schiffen verhindern, die nicht kontrolliert worden seien, sofern der Verdacht auf Waffen an Bord bestehe. Auch habe Israel den Gazastreifen verlassen, doch das Gebiet habe sich unter der Hamas-Führung in ein Terrornest verwandelt.

Mit ihrem Besuch wollte Migiro die Beziehungen zwischen der UNO und Israel verbessern.

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