Am Donnerstag feuerten Palästinenser vom Gazastreifen aus innerhalb von drei Stunden 45 Raketen und Granaten auf Israel ab. Ein Geschoss traf den Schulbus. Neben dem Jugendlichen wurde der Busfahrer verletzt. Die Hamas stellte den Angriff als Vergeltung für den Tod dreier ihrer Mitglieder dar, die am Wochenende durch die israelische Luftwaffe getötet worden waren. Laut der Armee hatten sie Israelis entführen wollen.
Einem Bericht der Tageszeitung "Ha´aretz" zufolge reagierte Israel auf den massiven Beschuss mit Luftangriffen auf die Terrorinfrastruktur im Norden und auf Schmuggeltunnel im Süden des Gazastreifens. Nach Angaben palästinensischer Ärzte starben fünf Palästinenser, 33 weitere erlitten Verletzungen.
Am Donnerstagabend gab die Hamas bekannt, dass sich alle palästinensischen Gruppen ab 23 Uhr auf eine Feuerpause geeinigt hätten. Doch der stellvertretende israelische Verteidigungsminister Matan Vilnai sagte dem Armeesender, Israel werde weiter handeln, damit ein solcher Beschuss nicht andauere und die Verantwortlichen ihre Taten bedauern würden.
Am Freitagmorgen flogen die Israelis weitere Angriffe. Damit reagierten sie auf einen erneuten palästinensischen Beschuss. Zwei Hamas-Mitglieder und drei Zivilisten wurden nach palästinensischen Angaben getötet.
Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas forderte die westliche Welt auf, zu intervenieren, "um diese Aggression zu stoppen". Den militanten Palästinenser riet er, Israel keine Ausrede für Angriffe auf Gaza zu liefern.
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte bei einem Besuch in der tschechischen Hauptstadt Prag: "Wir hoffen, dass diese Lage kontrolliert wird, aber wir werden nicht davor zurückschrecken, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, offensive und defensive, um unser Land und unsere Bürger zu beschützen."