Peres trifft Clinton

WASHINGTON (inn) - Israels Staatspräsident Schimon Peres hält sich derzeit zu einem mehrtägigen Besuch in den USA auf. Am Montag traf er sich in Washington mit US-Außenministerin Hillary Clinton. Unterdessen äußerten sich die USA besorgt über die Genehmigungen zum Ausbau des jüdischen Stadtteils Gilo in Südjerusalem und einiger Siedlungen im Westjordanland.

Vor ihrem Gespräch traten Peres und Clinton gemeinsam vor die Presse. Die US-Außenministerin betonte angesichts der derzeitigen Unruhen in der arabischen Welt: "Dies ist eine Zeit großer Möglichkeiten, aber es ist auch eine Zeit der vielen Herausforderungen. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es daher, unsere Freundschaft, unsere Beziehung, unsere Partnerschaft zu vertiefen und zu erweitern." Peres äußerte die Hoffnung, dass die arabische Welt ihren Weg zu Freiheit, Sicherheit und Glück finde. "Je besser es dem Nahen Osten geht, je besser es den Arabern geht, um so bessere Freunde und Nachbarn haben wir", so das israelische Staatsoberhaupt weiter.

Am heutigen Dienstag will sich Peres mit US-Präsident Barack Obama treffen. In dem Gespräch soll es unter anderem um die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern sowie um die Sicherheit Israels gehen. Peres hält sich voraussichtlich bis Samstag in den USA auf. Am Freitag ist ein Gespräch zwischen ihm und UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon geplant.

USA über Baupläne besorgt

Unterdessen teilte ein Sprecher des Weißen Hauses, Tommy Vietor, mit, die USA seien "zutiefst besorgt" über die jüngsten israelischen Baupläne. Die Siedlungen seien nicht nur illegitim, sondern Israels Aktionen schadeten auch den Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen, sagte Vietor laut der Tageszeitung "Jerusalem Post".

Das Jerusalemer Bau- und Planungskomitee hatte am Montag den Ausbau des Jerusalemer Stadtteils Gilo um mehr als 900 Wohneinheiten genehmigt. Verteidigungsminister Ehud Barak hatte zudem Pläne zum Ausbau einiger Siedlungen im Westjordanland abgenommen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wies darauf hin, dass es sich um "bestehende legale Siedlungen, auf Staatsgebiet" handle, und nicht um Außenposten. Er betonte, dass bis zum tatsächlichen Baubeginn noch Jahre vergehen könnten und weitere Verwaltungshürden genommen werden müssten.

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