Einem Bericht der Tageszeitung "Ha´aretz" zufolge wandten sich die türkischen Behörden am Dienstag an den Ausschuss im Sicherheitsrat, der sich mit den Sanktionen gegen den Iran befasst. Als Bestimmungsort des Flugzeugs war die syrische Stadt Aleppo angegeben. Für einen "technischen Stopp" hatte es die Erlaubnis erhalten, in den türkischen Luftraum hineinzufliegen. Es landete am 16. März in der Stadt Diyarbakir.
Laut dem türkischen Schreiben an den UN-Ausschuss, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, wurden in der Ilyushin-76 der "YasAir Cargo Airlines" etliche "verbotene Militärartikel" entdeckt. Darunter seien 60 Kalaschnikow-Gewehre, 14 Maschinengewehre und fast 8.000 Stück passende Munition sowie über 1.800 Mörsergranaten gewesen. "Die oben genannten Artikel wurden beschlagnahmt und in einem Militärlager in Diyarbakir gelagert", heißt es in dem türkischen Report.
Ob Syrien tatsächlich das Ziel der Lieferung war, ist unklar. Die Besatzungsmitglieder wurden festgenommen und vom örtlichen Staatsanwalt verhört, teilten die türkischen Behörden mit. Sie leugneten jegliche Kenntnis über die verbotene Fracht und die Identität des Absenders. Später wurden sie auf freien Fuß gesetzt und konnten nach Teheran zurückkehren. Die Ermittlungen dauerten an, hieß es weiter.
Diplomaten in dem UN-Gremium sagten, der Bericht werfe ein positives Licht auf die Türkei.