Israelische Abgeordnete solidarisieren sich mit palästinensischen Häftlingen

RABAT (inn) - Zwei arabische Knesset-Mitglieder haben am Montag an einer pro-palästinensischen Konferenz in Marokko teilgenommen. Dabei ging es um die Belange der in Israel inhaftierten Palästinenser, für die ein ähnlicher Stellenwert gefordert wurde wie für den entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit.

Die israelisch-arabischen Politiker, Muhammad Barakeh (Hadasch) und Ahmed Tibi (Ta’al), sangen mit den anderen Teilnehmern die palästinensische Hymne. Sie forderten, dass die Anliegen der palästinensischen Häftlinge, die sie als „pflichtbewusste Freiheitskämpfer“ bezeichneten, in aller Welt einen vorrangigen Platz auf der Tagesordnung erhielten.

Tibi sagte einem Bericht der „Jerusalem Post“ zufolge mit Bezug auf Schalit: „Es ist nicht fair, dass ein Häftling, der während seines Militärdienstes gefangen genommen wurde, der berühmteste Soldat in der Geschichte wird, nur weil er Israeli ist, während gleichzeitig palästinensische Häftlinge im Gefängnis dahinsiechen, ohne dass jemand von ihnen hört oder gar ihre Namen kennt.“ Barakeh fügte hinzu: „Diese palästinensischen Häftlinge haben Familien, Namen und Hoffnung.“

Die beiden Israelis forderten ein Ende der „Gilad Schalit-Tortur“, damit alle Gefangenen – israelische und palästinensische gleichermaßen – zu ihren Familien zurückkehren könnten.

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