Netanjahu will verhandeln, bis „weißer Rauch“ aufsteigt

JERUSALEM (inn) - Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas am Sonntag dazu aufgefordert, mit ihm in direkten Gesprächen zu verhandeln, bis "weißer Rauch aufsteigt". Er reagierte damit auf ein Interview, das Abbas zuvor im palästinensischen Fernsehen gegeben hatte. Darin hatte er gesagt, ein Friedensabkommen mit Israel könne innerhalb von zwei Monaten unterzeichnet werden, wenn Netanjahu "guten Willen" zeige.

Laut Abbas seien Entscheidungen nötig, und keine Verhandlungen. Er betonte erneut, dass Ostjerusalem besetztes Gebiet sei, auf dem die Palästinenser ihre Hauptstadt errichten wollen. Dies stünde nicht zur Diskussion.

Netanjahu sagte daraufhin laut der Tageszeitung "Jerusalem Post": "Ich bin darauf vorbereitet, sofort privat für direkte, regelmäßige Verhandlungen mit Abu Masen (Abbas) zusammenzusitzen, bis weißer Rauch aufsteigt. Wenn Abu Masen meinen Vorschlag annimmt, alle Kernfragen direkt zu besprechen, werden wir sehr schnell wissen, ob es möglich ist, eine Vereinbarung zu erzielen." Mit dem "weißen Rauch" spielte Netanjahu auf die Papstwahl im Vatikan an.

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