Versöhnungsdialog zwischen Hamas und Fatah erfolglos

DAMASKUS (inn) - Die zerstrittenen Palästinensergruppen Hamas und Fatah konnten auch bei ihrem jüngsten Versuch zur Versöhnung keine Einigung erzielen. Ein am Dienstag in Syriens Hauptstadt Damaskus begonnener Dialog endete am Mittwoch ohne Erfolg. Allerdings beschlossen beide Seiten, die Gespräche nach dem islamischen Opferfest "Eid al-Adha" fortzusetzen, das Mitte der kommenden Woche beginnt.

Die Gesprächsrunde war die zweite seit September. Auf der Tagesordnung stand die Neuordnung des palästinensischen Sicherheitsapparates. Laut dem Hamas-Vertreter Mussa Abu Masurk seien bei früheren Gesprächen zwar einige Unstimmigkeiten beseitigt worden, allerdings habe man sich bislang im Bereich der Sicherheit nicht einigen können. Wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet, kritisiert die Hamas hier vor allem die Zusammenarbeit der von der Fatah dominierten Sicherheitskräfte im Westjordanland mit Israel. Sie strebt die Einrichtung eines Komitees an, dass die Sicherheitsdienste im Westjordanland und im Gazastreifen überwachen soll. Die Fatah ist allerdings nicht dazu bereit, von ihrer Kontrolle im Westjordanland abzugeben.

Der Konflikt zwischen den beiden stärksten Palästinenserorganisationen begann im Jahr 2006 mit Kämpfen im Westjordanland und gipfelte im Juni 2007 in die Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen. Seitdem gibt es je eine palästinensische Regierung im Westjordanland und im Gazastreifen, die sich gegenseitig nicht anerkennen.

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