Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ meldet, stimmten zwei Richter für die Maßnahme und einer dagegen. Der Kadima-Politiker muss 10.000 Schekel (knapp 2.000 Euro) Strafe zahlen. Die aus Georgien stammende Journalistin Nino Abesadze wird seine Nachfolgerin im israelischen Parlament.
Als er das Gerichtsgebäude verließ, sagte Hanegbi vor Journalisten: „Meine öffentliche Arbeit kommt in diesem Stadium zum Erliegen. Doch ohne Zweifel wird die Traurigkeit und das Frustgefühl durch die Entscheidung stark abgeschwächt, dass ich für die nächste Knesset kandidieren kann. Aber dies ist ein sehr trauriger Augenblick.“
Hanegbi plädiert weiterhin für einen Beitritt seiner Kadima-Partei zur Koalition: „Der Gerichtsentscheid ändert nicht meine Überzeugung, dass sich das Oberste Gericht um eine Regierung der nationalen Einheit bemühen sollte – und es ist möglich. Persönliche Interessen können überbrückt werden. Es ist unsere Pflicht, im Parlament einen breiten nationalen Konsens zu den Kernthemen zu erreiche.“
Ein weiterer Vorwurf gegen Hanegbi lautete in der Vergangenheit auf Korruption. Doch davon wurde er im Juli freigesprochen. Die Richter entschieden damals, dass die Besetzung zahlreicher Posten in seiner Zeit als Umweltminister kein Verbrechen sei. Doch habe er vor dem Zentralen Wahlausschuss falsch ausgesagt. Hanegbi war von 2001 bis 2003 Umweltminister.