Die Entfernung der Vorhaut bei den erwachsenen Stammesmitgliedern war dem Zulu-König von der Weltgesundheitsorganisation nahegelegt worden. Da es auf dem afrikanischen Kontinent an Erfahrung mit moderner Massenbeschneidungen von Erwachsenen fehle, habe sich der Stamm mit der Bitte um Hilfe an den Staat Israel gewandt, heißt es in einem Bericht der Tageszeitung „Jediot Aharonot“.
Vor zwei Wochen traf daraufhin eine israelische Delegation in der südafrikanischen Provinz ein. Sie besteht aus zwei Ärzten, zwei Krankenschwestern und einem Experten des Gesundheitswesens. Das Team soll in den nächsten Tagen nach Israel zurückkehren. In den kommenden Monaten werden jedoch weitere israelische Experten für die Fortsetzung der Schulung erwartet.
Während des Lehrgangs erhielten die afrikanischen Mediziner auch Hinweise, wie sie in einer Klinik mit nur vier Betten bis zu 60 Operationen am Tag durchführen können.
Israelische Chirurgen helfen bereits bei der Bekämpfung von AIDS in Swasiland. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Ärzten dort führte zu einer Kooperation mit dem Senegal. Im vergangenen Jahr hielten sich fünf muslimische Ärzte aus dem westafrikanischen Staat zur Weiterbildung in Israel auf.