Braverman lobte, dass von Spenden aus dem Ausland auch nichtjüdische Staatsbürger profitieren. „Ich habe das schon viele Male zuvor gesagt: Wenn Ihr Israel helfen wollt, dann müsst Ihr Juden und Arabern helfen“, so der Minister laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“. Er schüttelte den Muslimen die Hände und begrüßte sie auf Arabisch.
Die Verteilung fand in dem Gebäude einer ehemaligen Zigarettenfabrik statt. Dem Bericht zufolge waren alle Lebensmittelkörbe innerhalb einer Stunde vergeben. Die Präsente enthielten unter anderem Olivenöl, Salz, Zucker und Tomatenmark.
Rabbi Jechiel Eckstein, Gründer der IFCJ, wies auf zwei ähnliche Aktionen für die jüdische Gemeinschaft hin, die es seit Jahren am Neujahrsfest und am Passahfest gibt. Er hoffe, dass nun auch die Vergabe an Ramadan zu einem jährlichen Ereignis werde.
Mit seiner Organisation stößt Eckstein vor allem auf den Widerstand ultra-orthodoxer Juden (Haredim), denn rund 95 Prozent der Spender sind evangelikale Christen. Viele Rabbiner haben ihren Anhängern aus diesem Grund verboten, Spenden der Gruppe anzunehmen.
Rabbi Eckstein verteidigt jedoch die IFCJ. „Das Image unserer Spender, die hauptsächlich evangelikale Christen sind, ist, dass sie Radikale sind. Aber mit ihren Spenden helfen wir ganz Israel. Die einzige Gruppe, der wir nicht helfen, ist die der Haredim, von denen einige sagen, es ist verboten, Spenden von uns anzunehmen.“
Die „International Fellowship of Christians and Jews“ („Internationale Bruderschaft von Christen und Juden“) gibt es seit dem Jahr 1983. Ihren Sitz hat die Organisation in Chicago und Jerusalem. Nach der israelischen Regierung ist sie der größte Geldgeber für Sozialleistungen im jüdischen Staat. Sie wurde von Rabbi Eckstein gegründet, um Verständnis und Kooperation von Juden und Christen zu fördern und um Israel und das jüdische Volk zu unterstützen.