Gefragt wurden die Umfrageteilnehmer unter anderem, ob sie ausgehen würden, um Spaß zu haben, wenn die Lokalitäten am Vorabend des Tischa B´Av geöffnet sein würden. 52 Prozent antworteten darauf, sie würden auf Freizeitaktivitäten an diesem Tag verzichten. Fasten würden sie jedoch nicht. 22 Prozent gaben an, sie würden fasten und deshalb auch nicht ausgehen.
Rund 18 Prozent der Teilnehmer würden jedoch die Gelegenheit nutzen, um auszugehen. Sie bezeichneten den derzeitigen Status im Land als „Religionszwang“. Die restlichen 8 Prozent gaben keine Antwort auf die Frage.
An Tischa B´Av trauern die Juden unter anderem um die Zerstörung der beiden Tempel. Als Hauptgrund für diese Zerstörung sahen jüdische Gelehrte „grundlosen Hass“ der Juden untereinander. Auch dieses Thema wurde daher in der Umfrage angesprochen.
Auf die Frage, welche Gruppe in der israelischen Gesellschaft ihrer Meinung nach am meisten gehasst werde, antworteten 54 Prozent „die Araber“. 37 Prozent waren der Ansicht, dass die Haredim – die ultra-orthodoxen Juden – und 8 Prozent, dass die religiösen Juden am meisten gehasst werden. 1 Prozent der Teilnehmer sah die Bewohner von Tel Aviv an erster Stelle.
Laut einer Analyse der Daten glauben die Haredim, dass sie die am meisten gehasste Gruppe seien. Säkulare, religiöse und traditionelle Juden sahen allerdings die arabischen Israelis ganz vorn.
Israelische Araber am unbeliebtesten
Die Teilnehmer wurden auch gefragt, welche der vier Gruppen (Araber, Haredim, Siedler, Tel Aviver) sie persönlich am wenigsten mögen. Auch hier standen die israelischen Araber mit 52 Prozent ganz oben auf der Liste. 32 Prozent gaben an, sie können die Haredim am wenigsten leiden, bei 11 Prozent waren die Siedler und bei 5 Prozent die Bewohner Tel Avivs am unbeliebtesten.
Hier ergab die Analyse, dass Haredim sowie religiöse und traditionelle Juden die Araber am wenigsten mochten. Bei den säkularen Israelis waren jedoch die ultra-orthodoxen Juden am unbeliebtesten.
Die schlimmste Quelle für Spannungen in der israelischen Gesellschaft war für 42 Prozent das Zusammenleben zwischen religiösen und säkularen Juden. Mit nur einem Prozent weniger folgten an zweiter Stelle die Probleme zwischen Juden und Arabern. 9 Prozent glaubten, dass die Spannungen zwischen Siedlern und dem Rest des Landes die schlimmste Quelle für Unruhen sind. Für 8 Prozent war die Kluft zwischen arm und reich ganz vorn.
Für die repräsentative Umfrage wurden 505 Israelis in jüdischen Städten befragt.