Jüdischer Extremist wegen Mord an Palästinensern verhaftet

JERUSALEM (inn) - Israelische Sicherheitskräfte haben am Dienstag einen Juden festgenommen, der Ende der 1990er Jahre mehrere Palästinenser ermordet haben soll. Der Verdächtige gehörte der verbotenen rechtsradikalen Kach-Bewegung an.

Der Israeli, Chaim Pearlman, wird verdächtigt, zwischen 1998 und 1999 drei Palästinenser in der Gegend von Jerusalem erstochen zu haben. Zudem soll er versucht haben, mindestens fünf weitere Palästinenser zu ermorden. Ihm wird außerdem unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen.

Der 29-jährige Vater dreier Kinder wies die Anschuldigungen zurück. Laut der Tageszeitung „Ha´aretz“ warf er dem Inlandsgeheimdienst Schabak vor, ihn hereinlegen zu wollen, da er sich geweigert habe, für diesen als Informant zu arbeiten.

Über die Verhaftung Pearlmans war bis zum Mittwoch eine Nachrichtensperre verhängt worden. Der Verdächtige befand sich bereits mehrmals wegen verschiedener Vergehen in Haft, unter anderem wegen Hetze gegen Politiker.

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