Greenpeace „besetzt“ Kohleschiff

ASCHKELON (inn) - Aktivisten der Umweltorganisation "Greenpeace" haben sich am Donnerstagmorgen vor der israelischen Küste auf einem Kohlefrachter verbarrikadiert. Sie wollen nach eigenen Angaben verhindern, dass das Schiff mit seiner Ladung in Israel anlegt.

Der Frachter „Orient Venus“ befindet sich auf dem Weg von Südafrika nach Israel. Greenpeace will gegen Pläne protestieren, ein kohlebetriebenes Kraftwerk in der Küstenstadt Aschkelon zu errichten. Die israelischen Aktivistinnen Mor Levy und Joana Jones sowie der Deutsche Hans Lau hatten sich zuvor mehrere Tage auf einem Schiff der Organisation aufgehalten, das sich derzeit in Israel befindet.

Sie hätten das Schiff in den frühen Morgenstunden mit Schlauchbooten und Strickleitern erreicht, als gerade niemand hinschaute. Darauf hätten sie den Mast erklommen, sagten die Aktivisten der Tageszeitung „Jediot Aharonot“. Dort brachten sie ein Transparent an mit der Aufschrift: „Kohle tötet“. Sie würden das Schiff nicht verlassen, bevor es nicht umkehre.

Levy teilte mit: „Die Marine kontaktierte uns und forderte uns auf, uns auszuweisen. Ein großes Schiff umkreiste uns. Sie forderten uns auf, den Frachter zu verlassen, aber wir sind in einer gewaltlosen Aktion hier und haben ein Ziel – die Einfuhr der Kohle zu verhindern, die globale Erwärmung verursacht und tötet.“ Sie fügte hinzu: „Dies ist die erste derartige Aktion in Israel. Es ist ein bisschen unheimlich und aufregend. Wir sind gewaltlos. Wenn sie kommen, um uns zu evakuieren, hoffe ich, sie werden keine Gewalt anwenden.“

Die drei Aktivisten wurden mittlerweile festgenommen und von der Polizei in die israelische Stadt Hadera gebracht.

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