Armee untersucht Erstürmung von „Hilfsflotte“

JERUSALEM (inn) - Israels Militär hat ein Expertenteam damit beauftragt, die blutige Erstürmung der internationalen "Hilfsflotte" für den Gazastreifen zu untersuchen. Bis Anfang Juli soll ein entsprechender Bericht mit den Fehlern und Lehren der Aktion vorgelegt werden.

Zum Leiter des Teams ernannte Generalstabschef Gabi Aschkenasi den Ex-General Giora Eiland. Die Experten waren nicht in die Kommandoaktion einbezogen. Sie sollen unter anderem die bereits durchgeführten Prüfungen der Armee analysieren und neue einleiten. Ein abschließender Bericht soll am 4. Juli vorgelegt werden.

Eine internationale Untersuchung der Vorfälle vom 31. Mai lehnt Israel bislang ab. Wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ meldet, will die Regierung die Vorfälle untersuchen und zu diesem Zweck ein Gremium einberufen. Diesem sollen neben israelischen Juristen auch zwei internationale Beobachter angehören.

Das Komitee soll nicht nur die Umstände der Erstürmung des türkischen Schiffes „Mavi Marmara“ mit neun Toten untersuchen, sondern auch die Legalität der israelischen Blockade des Gazastreifens prüfen.

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