Der Plan wurde von Premierminister Benjamin Netanjahu und Einwanderungsministerin Sofa Landver eingebracht. Er sieht steuerliche Erleichterungen sowie Begünstigungen im Gesundheits- und Bildungswesen vor. Diese gelten für alle Rückkehrer, die in der israelischen Armee gedient oder Zivildienst geleistet haben. Rückkehrwillige, welche diese Anforderungen nicht erfüllen, können den Dienst nach ihrer Heimkehr leisten und erhalten dann ebenfalls die Vergünstigungen.
Netanjahu bezeichnete den Plan als sehr wichtig. Die Aufnahme der Rückkehrer und deren wirtschaftliche Integration verlaufe ungewöhnlich schnell. „Normalerweise haben sie denselben nationalen Hintergrund, sie kennen die Sprache und die Kultur. Sie sind auch vertraut mit anderen Kulturen, der Kreativität und den Arbeitsstandards, an deren Aneignung wir hier gelegentlich interessiert sind“, sagte der Premier laut dem israelischen Außenministerium. Der Plan gelte für eine begrenzte Zeit. Netanjahu forderte im Land lebende Israelis dazu auf, mögliche Verwandte im Ausland über den Plan zu informieren. Eine Rückkehr in den jüdischen Staat sei nicht nur richtig, sondern lohnenswert.
Israel hatte bereits Ende 2007 ein ähnliches „Rückhol-Programm“ gestartet. In demselben Jahr kehrten rund 5.000 Israelis zurück. Im Jahr 2008 gab es etwa 10.000 und im vergangenen Jahr etwa 10.900 Heimkehrer. Das Programm endete zu Beginn dieses Jahres. Laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ war die Zahl der Rückkehrer in den ersten drei Monaten verglichen mit den Vorjahren deutlich zurückgegangen. Schätzungen des Einwanderungsministeriums zufolge leben derzeit rund 750.000 Israelis im Ausland.