„Sie haben Reformen und Veränderung versprochen, stattdessen haben sie unsere Häuser zerstört“, zitiert die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ die Palästinenserin Miasar Gan. Die 54-Jährige und ihr Ehemann hätten nun keinen Platz mehr zum Leben. „Ich habe meine Matratze gefunden, und das ist es, worauf ich sitzen werde“, sagte Gan weiter.
Die 56-jährige Nachbarin Nasira Abu Dschara erzählte, dass sie, ihr Ehemann und ihre beiden Kinder von verschleierten Polizistinnen mit Knüppeln aus ihrem Haus vertrieben worden seien. „Wir können es uns nicht leisten, noch einmal zu bauen“, klagte die Palästinenserin.
Laut den Anwohnern seien zwischen 30 und 40 Behausungen niedergerissen worden. Darunter seien sowohl Betonbauten als auch Blechhütten. Journalisten sei der Zutritt während der Abrissaktion nicht gestattet worden.
Die Palästinenser und auch die internationale Staatengemeinschaft üben seit langem harte Kritik an der israelischen Praxis, nach der oftmals Häuser von Terroristen oder illegal errichtete Gebäude abgerissen werden.