„Wir sind Cousins, es gibt keinen Grund, uns nicht zusammen zu freuen und zu feiern“, sagte Bassam Halifa, der Betreiber des Luna-Parks, der Zeitung „Jediot Aharonot“. Und so genossen jüdische und arabische Kinder gemeinsam die Attraktionen des Parks. Teilweise kamen auch Besucher aus anderen Orten nach Akko. Juden und Araber waren sich einig: „Es stimmt, dass es schwere Tage gegeben hat – aber das ist beendet.“
Hadar Cohen aus Netanja, die mit ihrer Familie gekommen war, stellte fest: „Es ist heute hier sehr fröhlich. Lange Zeit waren wir nicht in Akko, und jetzt feiern an unserer Seite auch Muslime Eid al-Fitr – das vergrößert nur unser aller Freude.“ Muslime begingen das Ende des Fastenmonats Ramadan – dieses Fest wird als Eid al-Fitr bezeichnet. Juden feierten am Sonntag das Neujahrsfest Rosch HaSchanah des Jahres 5770.
2008: Krawalle an Jom Kippur
Im vergangenen Jahr hatte es zum jüdischen Versöhnungstag Jom Kippur am 9. Oktober in Akko Konflikte zwischen Jugendlichen gegeben. Es hieß, ein Araber sei an diesem hohen Feiertag mit lauter Musik durch ein jüdisches Stadtviertel gefahren und habe dadurch die Ruhe gestört. Ein arabischer Abgeordneter im israelischen Parlament sagte hingegen, der Fahrer wohne in dem Viertel und habe nur versucht, nach Hause zu kommen.
Jüdische Jugendliche griffen den Fahrer an und bewarfen sein Auto mit Steinen. Laut Polizei randalierten daraufhin mehrere hundert arabische Bürger und warfen Fensterscheiben von Autos und Geschäften in der Haupteinkaufsstraße ein. Am folgenden Abend kam es schließlich zu Ausschreitungen zwischen Juden und Arabern. Sie bewarfen sich gegenseitig mit Steinen.