„Nablus war so lange eine abgesperrte Stadt, umgeben von Kontrollpunkten … Wir eröffnen dieses Kino für einen Neuanfang“, sagte Scheka bei seiner Eröffnungsrede. Er und Masri hatten es eigenen Angaben zufolge nicht leicht mit der Wiedereröffnung. Es habe allein ein Jahr gedauert, um mit den Filmlieferanten in Ägypten und im Libanon zu verhandeln, da diese Geschäfte in den Palästinensergebieten als zu instabil betrachteten. Das meldete die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma´an“ am Dienstag.
Schekas Familie hatte bereits 1921 ein Kino in der Stadt eröffnet. Nach Beginn des ersten Palästinenseraufstandes 1987 wurde dieses jedoch geschlossen. Zu jener Zeit schlossen auch die beiden weiteren Kinos der Stadt.
In der Nacht zum Sonntag konnten die Bewohner von Nablus erstmals nach 22 Jahren wieder in ihrer Stadt ins Kino gehen. 200 Menschen sahen die erste Vorführung: eine ägyptische Komödie.