Vor der Staatsgründung war der Kibbutznik regionaler Kommandeur der Haganah. Die Gemeinschaftssiedlung befindet sich nahe der Stadt Megiddo. „Wir haben das Versteck in der Nacht gegraben und am Morgen zugedeckt“, erzählte er der Tageszeitung „Ma´ariv“. „Für manche Waffen hatten uns die Briten die Erlaubnis erteilt, aber für andere nicht, deshalb sorgten wir dafür, sie zu verstecken.“ Damals gelobten die zehn Kameraden, niemals zu verraten, wo sich die Waffen befinden. In der Folgezeit trugen sie jedoch stets dafür Sorge, dass Bautätigkeit an der Stelle das Versteck nicht gefährdete.
Die Geschichte von dem alten Waffenversteck wurde von Generation zu Generation im Kibbutz weitergetragen. Im Laufe der Jahre starben neun der zehn Kameraden. Vor etwa drei Monaten entschied der 97-Jährige, sich den Bewohnern der Gemeinschaftssiedlung anzuvertrauen: „Nur ich wusste wirklich, wo das war, aber ich hatte den Kameraden versprochen, es nicht zu erzählen, und ich bin standfest geblieben.“ Als er jedoch einem Freund den Ort mitteilte, habe er sich erleichtert gefühlt.
Am Sonntag stießen die aufgeregten Kibbutz-Bewohner auf das Waffenversteck, von dem sie schon soviel gehört hatten. Einer von ihnen sagte: „Wir alle waren mit dieser Geschichte geboren und aufgewachsen, und als wir das Versteck fanden, war die Aufregung groß.“ Nach der Entdeckung informierten sie die Polizei. Diese untersucht nun, wie man die Waffen herausholen kann, ohne dass es zu einer Explosion kommt.