Die Hamas verstehe, dass palästinensische Organisationen reagieren müssten, wenn die israelische Seite die Waffenruhe verletze. Wenn es aber keinen bestimmten Grund gebe, müssten die Gruppen die „Interessen der Einwohner des Gazastreifens achten. Diese wollen, dass die Blockade aufgehoben wird, die Grenzen geöffnet werden und die Waffenruhe eingehalten wird“, zitiert die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ einen Hamas-Vertreter. Die Führung im Gazastreifen habe die Verantwortlichen daher zur Ordnung aufgerufen.
Mittlerweile hat sich zu dem Überfall eine bislang unbekannte Gruppe namens „Armee der Unterstützer Allahs“ bekannt. Laut dem Bericht gehen Kreise im Gazastreifen jedoch davon aus, dass die „Armee des Islam“ hinter dem Angriff steht. Die Gruppe steht dem Terrornetzwerk Al-Qaida nahe und befindet sich derzeit mit der Hamas im Konflikt.
Am Montagmorgen hatten sich etwa zehn bis zwölf bewaffnete Palästinenser dem Grenzzaun nahe des Karni-Übergangs genähert. Sie waren mit mehreren Fahrzeugen dort angekommen, welche sie mit Sprengstoff beladen hatten. In einigen Transportern hatten die Palästinenser Pferde mitgebracht, die ebenfalls mit Sprengstoff bepackt waren. Die Gruppe wurde von israelischen Soldaten entdeckt, als sie Sprengsätze am Grenzzaun legte. Die Palästinenser eröffneten das Feuer auf die Armeeangehörigen und versuchten, zu fliehen, als die Soldaten die Schüsse erwiderten. Bei dem Gefecht wurden vier Kämpfer getötet. Da die Armee Entführungen durch die Palästinenser befürchtete, rückten die Fußtruppen nicht in den Gazastreifen vor. Stattdessen wurden Panzer und Kampfflugzeuge eingesetzt.