Peres: „Es gibt keinen Krieg ohne Fehler“

NEW YORK (inn) - Israels Staatspräsident Schimon Peres hat Fehler während der jüngsten Offensive im Gazastreifen eingestanden. Allerdings hätten die Israelis keine Zivilisten töten wollen, sagte er am Mittwoch bei einem Treffen mit UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon in New York.

„Ich gebe zu, dass wir einige Fehler gemacht haben“, so Peres laut einem Bericht der Zeitung „Jediot Aharonot“. „Doch ich kenne keinen Krieg ohne Fehler. Wir wollten keinen einzigen Zivilisten töten, aber ein Krieg ist schrecklich, und auch Soldaten von uns wurden durch das Feuer unserer Truppen getötet. Haben wir etwa unsere Soldaten mit Absicht getötet? Selbstverständlich nicht.“ Der beste Weg sei es, Kriege zu vermeiden.

Nach dem Treffen bekundete er vor Journalisten seine Wertschätzung für den UN-Generalsekretär. Gleichzeitig kritisierte er einen Bericht der Vereinten Nationen über die Operation „Gegossenes Blei“, in dem Israel nach eigener Auffassung einseitig beschuldigt wird. „Wir akzeptieren kein einziges Wort des Berichtes“, sagte Peres. „Es ist ein unangemessener Bericht.“

Ban wurde vom Büro des Präsidenten mit folgenden Worten zitiert: „Ihr Besuch ereignet sich in einer sehr empfindlichen Phase zwischen uns und Israel. Ich möchte offen sagen, dass ich entschieden gehandelt habe, um die Botschaften zu mäßigen und weicher zu machen, die aus dem Bericht hervorgingen.“ Er habe einen großen Teil der problematischen Inhalte entfernt.

Unterdessen äußerte Ban erneut seine Besorgnis über die Lage im Gazastreifen. In einer Erklärung forderte er Israel auf, die Bewohner mit ausreichend Treibstoff, Bargeld und Materialien für den Wiederaufbau zur Verfügung zu stellen. Die Stellungnahme wurde bei einer internationalen Konferenz zur Unterstützung des Friedensprozesses in Nahost auf Zypern verlesen.

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