Hamas-Sprecher kritisiert arabische Führer

GAZA (inn) - Der Hamas-Sprecher Fawsi Barhum hat am Montag alle arabischen Staatschefs dazu aufgefordert, verantwortungsvoll mit den Folgen der israelischen Blockade des Gazastreifens umzugehen. Gleichzeitig rief er die Verantwortlichen erneut dazu auf, das israelische Verhalten gegenüber Palästina zu verurteilen.

In einer offiziellen Stellungnahme gegenüber der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma´an“ sagte Barhum: „Es ist unmöglich, dass unsere Leute im Gazastreifen infolge der israelischen Belagerung so kaltblütig sterben müssen. Alle anderen Staatschefs schauen nur zu und übersehen das Leid, das den Palästinensern angetan wird.“

Bis heute könne man die arabische Reaktion nicht mit dem israelischen „Massaker im Gazastreifen“ vergleichen. „Es gibt keine Rechtfertigung dafür, dass die israelische Flagge in der arabischen Luft weht, während die verhängte Belagerung des Gazastreifens noch nicht aufgehoben ist.“

„Über das Ende der Belagerung werden allein die Araber entscheiden“

Barhum fügte hinzu: „Ich bin überrascht, dass der Gipfel der arabischen Staaten keine richtige Entscheidung bezüglich der Belagerung des Gazastreifens getroffen hat. Wir sind davon überzeugt, dass die Belagerung eine Entscheidung von Israel und Amerika war, aber dessen Ende wird eine Entscheidung der Araber und der Ägypter sein.”

Barhum rief alle arabischen und islamischen Länder dazu auf, mit realistischen politischen Aktionen die über den Gazastreifen verhängte Blockade aufzulösen. Die Blockade hatte Israel im Sommer 2007 verhängt. Es fordert die Anerkennung Israels und bereits bestehender Verträge sowie einen Gewaltverzicht der Hamas.

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