Von seinem Büro in Jerusalem sprach Netanjahu per Videoschaltung zu den etwa 6.000 Teilnehmern einer Tagung des „American Israel Public Affairs Committee“ (AIPAC) in Washington. In seiner Ansprache schlug er Verhandlungen mit der palästinensischen Führung in den Bereichen Politik, Sicherheit und Wirtschaft vor. Die politischen Verhandlungen könnten sofort und ohne Vorbedingungen aufgenommen werden. „Je eher desto besser“, so Netanjahu laut der Tageszeitung „Ha´aretz“.
Die Verhandlungen im Bereich Sicherheit umfassten unter anderem Gespräche mit US-General Keith Dayton bezüglich der Zusammenarbeit mit Jordanien und der Palästinensischen Autonomiebehörde, um die palästinensischen Sicherheitskräfte zu stärken.
Im wirtschaftlichen Bereich sei Israel darauf vorbereitet, mit den Palästinensern zusammenzuarbeiten und so viele Hindernisse wie möglich aus dem Weg zu räumen, um die palästinensische Wirtschaft zu fördern. Netanjahu betonte dabei, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit nicht als Ersatz für politische Verhandlungen gedacht sei. „Ich will sehen, dass palästinensische Jugendliche eine Zukunft haben. Ich will nicht, dass sie Geiseln eines Kults von Tod, Verzweiflung und Hass sind. Ich will, dass sie Jobs haben“, so Netanjahu weiter.
In seiner Rede wies der Premier darauf hin, dass es Frieden ohne Sicherheit nicht geben könne. Er forderte die Palästinenserführung auf, Israel als „jüdischen Staat“ anzuerkennen.