Anti-Israel-Protest bei Davis Cup-Spiel: Schwede muss ins Gefängnis

MALMÖ (inn) – Der schwedische Gerichtshof hat einen 18-Jährigen wegen Ausschreitungen zu 15 Monaten Haft verurteilt. Er hatte bei einem Davis Cup-Tennisspiel Anfang März gegen Israel protestiert.

Der junge Mann habe bei seinem Protest mit Pflastersteinen nach Polizisten geworfen, die am siebten März das Tennisspiel zwischen Schweden und Israel bewachten, berichtet die Tageszeitung „Ha´aretz“. Zudem wurde ihm der Besitz von Drogen nachgewiesen. Während der Malmö-Proteste gegen die jüngste Offensive der Israelis im Gazastreifen nahm die Polizei rund 100 Menschen fest.

Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Da die Sicherheit der Zuschauer nicht gewährleistet werden konnte, durften nur rund 300 geladene Gäste das Sportereignis im Stadion begleiten. Aus diesem Grund hatten die Davis Cup-Veranstalter Anfang April eine Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro gegen den schwedischen Tennisverband verhängt. Zudem darf in den folgenden fünf Jahren kein Heimspiel mehr in Malmö stattfinden.

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