Palästinensischer Bauer getötet

DSCHENIN (inn) - Israelische Soldaten haben am frühen Mittwochmorgen nahe Dschenin im Westjordanland einen palästinensischen Bauern erschossen. Der Mann war bewaffnet - zu seinem Tod gibt es unterschiedliche Angaben.

Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ meldet, waren Soldaten in der Ortschaft Al-Jamun auf Routinepatrouille, als ein Palästinenser das Feuer auf sie eröffnete. Die Soldaten erwiderten die Schüsse, dabei wurde der Mann getötet. Palästinensischen Angaben zufolge handelt es sich um den 70-jährigen Muhammad Abahreh, der in der Gegend sein Vieh gehütet hatte. Etwa eine Stunde nach dem Vorfall traf der Sohn des Getöteten am Ort des Geschehens ein. Er teilte gegenüber Journalisten mit, die Soldaten hätten versucht, seinen Vater zu behandeln, allerdings ohne Erfolg. Palästinensische Sicherheitskräfte bestätigten den Bericht.

Nach Angaben des Radiosenders „Stimme Palästinas“ habe sich der 70-Jährige in einem Lagerhaus aufgehalten. Dann habe er draußen Tumulte gehört und nachgesehen. Dabei hätten ihm die Soldaten in den Rücken geschossen und später die Ambulanz daran gehindert, dem Mann zu helfen. Dadurch sei Muhammad Abahreh verblutet.

Ein Armeesprecher wies den Bericht jedoch als unwahr zurück. „Unsere Einheiten haben eine Evakuierung nicht verhindert, sie haben den Roten Halbmond sogar zum Ort des Geschehens geführt, damit er so schnell wie möglich ankommt“, so der Sprecher.

Vor drei Jahren war bereits ein anderer Sohn des Mannes von Soldaten erschossen worden. Er war einer der Kommandeure der „Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden“.

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