Steuererleichterungen für Neueinwanderer

JERUSALEM (inn) - Einwanderer in Israel sollen für zehn Jahre von Steuern auf ausländisches Kapital befreit werden. Ein entsprechendes Gesetz verabschiedete die Knesset am Dienstag einstimmig.

Die Regelung ist Teil eines Reformpakets, das Diasporajuden zur Immigration und Israelis im Ausland zur Rückkehr ermuntern soll. Die Initiative kam von der Steuerbehörde und dem Einwanderungsministerium. Sie gehört zum Projekt „Heimkommen zu Israels 60. Geburtstag“. Das Finanzministerium hat die Reformvorschläge als Teil der Bemühungen, die Immigration zu fördern, genehmigt. Dies berichtet das Nachrichtenportal „Arutz Scheva“.

Neueinwanderer (Olim) sollen ein Jahr lang Zeit haben, um zu entscheiden, ob sie die steuerlichen Vergünstigungen in Anspruch nehmen wollen. Dazu gehören auch Einfuhrzölle. Ausländische Firmen, die von Immigranten oder Rückkehrern geführt werden, unterliegen nicht dem inländischen Steuergesetz. Zudem müssen Einwanderer und ihre Unternehmen gegenüber der Steuerbehörde Einkommen aus dem Ausland und dortiges Kapital nicht angeben. Einkommen, das sie nach ihrer Immigration in Israel erhalten, fällt hingegen unter die allgemein gültigen Regeln.

„Die Reform ist eine echte Revolution“, sagte Einwanderungsminister Eli Aflalo. „Sie kombiniert zum ersten Mal auf Werten basierende Anreize und zionistische Alijah (Einwanderung) mit wirtschaftlichen Anreizen. Und sie wird Olim und zurückkehrenden Staatsbürgern ein Sprungbrett für die wirtschaftliche Integration in Israel bieten. Dies wird erheblich zum Wachstum des Marktes beitragen.“ Sein Ministerium plane weitere Initiativen, um Juden die Entscheidung für eine Immigration zu erleichtern.

Das neue Gesetz gilt für alle, die seit dem 1. Januar 2007 nach Israel eingewandert sind.

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