Israelisches Sicherheitsunternehmen bei Olympia

PEKING (inn) - Das israelische Sicherheitsunternehmen "International Security and Defense Systems" (ISDS) unterstützt China bei den Olympischen Spielen in Peking. Es ist als einzige israelische Gesellschaft bei dem Sportereignis vertreten.

„Ich bin sehr stolz, der Direktor einer israelischen Gesellschaft zu sein und trotz aller Schwierigkeiten hier sein zu können“, sagte Leo Gleser, Inhaber und Geschäftsführer von ISDS, gegenüber der israelischen Zeitung „Ha´aretz“. Dies sei anfangs völlig unvorstellbar gewesen, da China zunächst ausländische Unterstützung abgelehnt hatte. Die vom Verteidigungsministerium notwendige Zustimmung war nicht erteilt worden, um der Forderung der Vereinigten Staaten, keine israelische Waffen und Ausrüstungen an China zu verkaufen, nachzukommen. Zudem habe sich das Verteidigungsministerium auch gegen den Verkauf von Fachwissen, Schulungen und ärztlichen Beratungen ausgesprochen.

Während andere israelische Unternehmen sich von den Einwänden der Amerikaner und Chinesen hätten abschrecken lassen, traf sich Gleser nach eigenen Angaben umgehend mit chinesischen Abgeordneten, um eine Zusammenarbeit zu erreichen. Diese habe zunächst Seminare und Fortbildungen umfasst. Infolge mehrerer Terroranschläge in Shanghai habe die chinesische Regierung im März 2008 den Israeli schließlich um Berichte über internationalen Terror und extremistische islamische Gruppen in Asien gebeten. Als besonders bedrohlich für die Olympischen Spiele sehe China die „Islamische Ost-Turkmenistan Partei“ an. So werde vermutet, dass die Gruppe an den Anschlägen 3.000 Kilometer westlich von Peking beteiligt war, bei denen 16 Polizisten getötet wurden.

Das Sicherheitsaufgebot umfasse unter anderem ein Raketenabwehrsystem zum Schutz des Olympischen Dorfes, sowie speziell ausgebildete Polizisten und Sicherheitsbeamte in Shanghai und Peking, so der Direktor von ISDS. Gleser, der mit seinem Unternehmen bereits an den Sicherheitsleistungen für die Olympischen Spiele in Barcelona 1992, Sydney 2000 und Athen 2004 mitgewirkt hat, hofft auf einen friedvollen Verlauf der Spiele in Peking.

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