Wie die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma´an“ meldet, wurden die Palästinenser in einem Gefangenentransport mit zwei israelischen Fahrzeugen ins Westjordanland gebracht. In der Autonomiestadt Tulkarm empfingen Angehörige die ehemaligen Gefangenen. Von dort konnten sie an ihre jeweiligen Wohnorte fahren. Die Palästinenser waren unter anderem ins Gefängnis gekommen, weil sie Steine auf Israelis geworfen hatten. Ihr Alter liegt zwischen 15 und 17 Jahren.
Der eigentliche Austausch hatte am 16. Juli stattgefunden. Dabei übergab die Hisbollah-Miliz die sterblichen Überreste der entführten Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev sowie weitere Leichenteile an die Israelis. Im Gegenzug erhielt sie fünf libanesische Häftlinge, darunter den Kindermörder Samir Kuntar, und die Leichen von fast 200 Arabern. Des Weiteren bekam Israel einen 80-seitigen Bericht über das Ergehen des Flugnavigators Ron Arad, der vor fast 22 Jahren im Libanon verschleppt wurde. Der Report geht allerdings nach Angaben aus Sicherheitskreisen nicht auf die Hauptfragen ein. Deshalb erklärte sich Israel lediglich zur Freilassung von fünf Palästinensern bereit.