Derzeit ist das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) für die Ankömmlinge aus Afrika zuständig. Es bearbeitet die Asylanträge und anerkennt die Flüchtlinge. Das UNHCR übernahm die Aufgabe zunächst, weil anfangs nur wenige Flüchtlinge nach Israel kamen. Doch dies hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Viele fliehen aus der sudanesischen Krisenregion Darfur oder aus Eritrea in den jüdischen Staat.
Das Innenministerium hat unlängst 20 Mitarbeiter eingestellt, die in Afrika verbreitete Sprachen wie Arabisch oder Amharisch beherrschen. Ihre Zahl soll noch vergrößert werden.
In einem ersten Schritt übernimmt das Ministerium vom UNHCR den Prozess der Identifizierung und Registrierung der Flüchtlinge. Später soll es auch für die Befragung verantwortlich sein, um festzulegen, wem ein Flüchtlingsstatus zuerkannt werden kann.
Sudanesischer Flüchtling an Grenze erschossen
Unterdessen erschossen ägyptische Grenzposten einen Sudanesen, der mit zwei Landsleuten illegal nach Israel gelangen wollte. Der 29-Jährige erlag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen. Einer seiner Begleiter sagte laut der „Jerusalem Post“, die Grenzbeamten hätten Warnschüsse in die Luft abgegeben. Doch der Flüchtling sei weiter auf die Grenze zugerannt. Jeder von ihnen habe 500 Dollar an Menschenhändler gezahlt, um ein Obdach auf der ägyptischen Sinaihalbinsel zu erhalten und an die Grenze gebracht zu werden. In Israel hätten sie um politisches Asyl bitten und nach einer Arbeitsstelle suchen wollen.