Sudanesischer Präsident wirft Israel Unterstützung der Rebellen vor

KHARTUM (inn) - Der sudanesische Präsident Omar Hassan al-Baschir hat Israel beschuldigt, im Darfur-Konflikt eine Rebellengruppe finanziell zu unterstützen. Diese hatte am Wochenende einen überraschenden Angriff auf die Hauptstadt Khartum verübt.

„Kann Khartum von einem Agenten und Verräter regiert werden, der sich an den Teufel und den Zionismus verkauft hat?“, fragte Al-Baschir vor Tausenden seiner Anhänger. Damit bezog er sich auf den Anführer der „Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit“ (JEM), Chalil Ibrahim. Er äußerte die Kritik bei einer Versammlung anlässlich des „Sieges“ über die JEM-Rebellen. Dies berichtet die Zeitung „Sudan Tribune“ in ihrer Online-Ausgabe.

Am Samstag hatte sich die JEM in den Außenbezirken der Hauptstadt Kämpfe mit sudanesischen Soldaten geliefert. Die Regierungstruppen wehrten den Angriff jedoch ab und warfen auch dem Nachbarland Tschad vor, das Vorgehen der Rebellen zu unterstützen.

Darfur ist eine Region des Sudan, deren Größe mit der von Frankreich vergleichbar ist. Nach Angaben internationaler Experten sind im Darfur-Konflikt bislang mehr als 300.000 Menschen getötet und zwei Millionen vertrieben worden.

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